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Webkonferenzen, Webinare und Live Online Trainings |
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Matthias Rückel | 05 Dezember, 2006 17:29
Um Ihnen und mir viel Zeit zu sparen, lasse ich die Katze gleich aus dem Sack:
Augenblicklich ist das flashbasierte Open Source System dimdim für professionelle Live OnlineMeetings und Trainings nicht zu gebrauchen.
Ich kann es kaum glauben, aber das System bietet im Moment keine sinnvolle Kombination an Funktionen für Besprechungen oder Trainings. Enttäuschung pur macht sich während des Testens bei mir breit.
Es bleibt abzuwarten, wie die kommende Betaversion im 1. Quartal 2007 wird. Der durchscheinende Ansatz mit der flexibelen Oberfläche ist vielversprechend, die Bedienung der Verwaltungsfunktionen einfach.

Abbildung 1: dimdim Oberfläche für den Moderator. In den rechten Spalte unter dem Videobild können wahlweise Chat, Teilnehmerliste oder Agenda eingeblendet werden. Die obere Symbolleiste besitzt schon Anleihen von Office 2007 und beinhaltet je nach ausgewähltem Register "View", "Share", "Tools" und "Attendees" unterschiedliche Symbole.
Die beim Test verfügbaren Funktionen waren:

Das Interaktionsradar zeigt in der unteren Hälfte deutlich, daß wesentliche Funktionen nicht vorhanden sind. Zum Beispiel erkennt der Chat keine Links, es gibt nicht einmal einen Pointer oder Textmarker für die Folien. Die Möglichkeit Dateien an Teilnehmer versenden, Co-Browsing, Umfragen und ein Whitboard gibt es auch (noch) nicht. Einiges ist für die kommende Betaversion angekündigt.
Da bietet Webhuddle augenblicklich schon deutlich mehr. Mit dem kostenlosen Service Vyew 2.0 darf sich dimdim erst gar nicht vergleichen.
Ein näherer Blick auf dimdim
Plattformübergreifend für verschiedene Betriebssysteme und Browser ist dimdim nur für die Session-Teilnehmer. Der Präsentator benötigt wegen der Installation einer Konsole MS-Windows als Betriebssystem. BTW: Für viele flashbasierte Systeme ist übrigens Windows für den Präsentator erforderlich, da zum Application Sharing ein Add-In installiert werden muss.

Registrieren und installieren der "Presenter-Console" (nur für Windows möglich) sind die ersten beide Schritte. Die Verwaltungsoberfläche für terminierte und spontane Meetings ist einfach. Alle Inhalte werden direkt in den virtuellen Meetingraum geladen.
Die Einladungen an die Teilnehmer erfolgen per E-Mail oder Link. Wie bei vielen Systemen ist eine Meeting ID zum Eintritt notwendig.
Etwas Versöhnliches zum Schluß, das Application- und Desktop-Sharing arbeitet hervorragend. Selbst die Steuerungsleiste am rechten Rand verschwindet nach ein paar Sekunden, es steht der ganze Bildschirm zur Verfügung. Die Bedienung des Sharings ist aufgrund der intuitiven Symbole in der rechten Leiste sehr einfach.

Möchten Sie dimdim trotzdem testen? Herunterladen können Sie die Serversoftware bei Sourceforge.
Mein Fazit
Was bleibt, ist das Gefühl dimdim viel zu früh getestet zu haben. Hier liegt die allgemeine Gefahr der "Web 2.0 Alpha- und Betaversionen". Durch die bewußt herbeigeführte große Publikumswirkung von "einzigartigen kostenlosen Systemen" setzt man sich sehr früh mit den Systemen auseinander. Oft ist in Foren oder Blogs zu lesen, "endlich existiert eine Alternative zu den kommerziellen Anbietern". Die Alternative im Alltag getestet haben offenbar die wenigsten. Ob das einem System wie dimdim auf die Dauer hilft? Wie auch immer, mit dem nächsten Blick auf dimdim werde ich mir Zeit lassen.
Technorati Tags: Webkonferenzen, Open Source, virtueller Klassenraum, dimdim, Web Conferencing
Matthias Rückel | 06/12/2006, 06:36
Jochem Neysters | 06/12/2006, 00:27
Wenn man das Gesicht des Autors im Konferenzfenster betrachtet hat man nicht nur Mitleid, sondern man zweifelt auch nicht an der Glaubwürdigkeit seiner Frustration ... Unabhängig davon, finde ich die Test KLASSE! Hier wird eben nicht der Anspruch unantastbarer Objektivität hochgehalten, auch wenn sich M.R. zweifelsfrei darum bemüht (Bspw. in dem M.R. das Testmodell erklärt). Ganz im Gegensatz zu den scheinbar ach so neutralen Tests... Da fällt es doch leicht, sich eine eigene Meinung zu bilden, oder? ,-)
Matthias Rückel | 05/12/2006, 23:13
@Neysters: Sehe ich auf dem Bild wirklich so gefrustet aus?
Matthias Rückel
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@ Neysters: Hallo Herr Neysters, ich habe mir erlaubt den Link zu dem unseriösen Vergleich aus Ihrem Kommentar zu entfernen. Ich möchte dafür nicht auch noch Werbung machen, ohne das die Hintergründe deutlich werden.