This page looks plain and unstyled because you're using a non-standard compliant browser. To see it in its best form, please upgrade to a browser that supports web standards. It's free and painless.

Webkonferenzen, Webinare und Live Online Trainings

Lionco: Das deutschsprachige Blog über Webkonferenzen, virtuelle Klassenräume und Web-Videokonferenzen.

« | »

Second Life zeigt beim 3D-Barcamp seinen Nutzen als Eventplattform (Update 11.02.10)

Matthias Rückel | 11 Februar, 2010 09:30


Update 11.01.2010: Anlässlich des 11. Ausgabe des WissensWert Blog Carnivals "Was war Deine/Ihre spannendste Tagung?"wurde dieser Artikel von 11.09.2007 ergänzt und überarbeitet.

Das Bemerkenswerte an dem damaligen Barcamp in Second Life waren für mich persönlich zwei Aspekte. Es war meine erste Teilnahme an einem BarCamp und darüber hinaus war das Experiment, ob eine komplexe Veranstaltungsform in der virtuelle 3D-Welt Second Life stattfand kann.

Beides, Barcamps und größere Veranstaltungen in Second Life, haben sich mittlerweile etabliert, wie am Beispiel der EduCamps, der Metaverse Konferenz 2007 oder die kommende Virtual Worlds – Best Practices in Education in Second Life mit erwarteten 5.000 Teilnehmern(!) zeigen.

Die Veranstaltung hat damals einen nachhaltigen Eindruck auf mich gemacht. Den Bericht über den ersten Veranstaltungstag finden Sie hier.

Mein damaliges Fazit am Ende des BarCamps lautete:

Barcamp in Second Life

Am 08. September 2007 versammelte sich ein bedeutender Teil der deutschen Second Life Szene zur einer Un-Konferenz in der virtuellen Welt. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, daß 3D-Welten wie Second Life für Konferenzen und Kongresse einen Mehrwert besitzen.

Während virtuelle Kongresse und größere Konferenzen im Internet oft an ihren abstrakten, fast undurchschaubaren Strukturen leiden, war der Ablauf des Barcamps dank der räumlichen 3D-Umgebung klar und transparent.

Das Barcamp hat bewiesen, daß bei komplexeren Veranstaltungsformen Second Life eine Eventplattform mit besonderen Vorteilen ist. Die Teilnehmer betreten ein Veranstaltungsgebäude, kommen ins Foyer, finden Programmvorschläge oder machen selbst welche, und gehen in den gewünschten Workshop. Virtuelle Welten spiegeln bekannte Gegebenheiten der realen Welt wieder, dadurch ist die Orientierung für die Teilnehmer um vieles leichter als bei abstrakten Softwareoberflächen im 2D-Internet.

Barcamp in Second Life

Bild: Agenda und Terminhinweise in Foyer


Bei einem einzelnen virtuellen Vortrag oder Webinar, der durch einen Klick auf einen Link zu betreten ist, ist der oben geschilderte Vorteil für die Teilnehmer noch nicht spürbar. Besteht eine Veranstaltung aber aus mehreren Veranstaltungsreihen oder -formen tritt dieser Vorteil stärker in den Vordergrund. Je komplexer der Kongress oder die Veranstaltung ist, desto größer die Orientierungshilfe die eine 3D-Umgebung bietet.

Barcamp in Second Life

Bild: Wie im richtigen Leben, auch im 3D-Barcamp wird unter der Bank gelesen. ;-)

Das gilt natürlich nicht nur für "Un-Konferenzen" sondern auch für traditionelle Konferenzformate und Kongresse. Großgruppenformate á la "OpenSpace" können davon genauso profitieren wie Kleingruppen, die Ihre Ergebnisse als "Postersessions" präsentieren wollen.

Der Vorteil einer virtuellen Konferenz liegt auf der Hand, es kann ein internationales oder globales Publikum erreicht werden, ohne die üblichen immense Investitionen in Reisezeit und Reisekosten. Von den Vorteilen für unsere Umwelt durch die reduzierte Umweltverschmutzung mal abgesehen.

Barcamp in Second Life

Bild: Sebastian erklärt zu Beginn den Ablauf eines Barcamps

Identifizierte Erfolgsfaktoren für eine gelungene virtuelle Konferenz in einer 3D-Welt

1. Die Informationen vor Ort

  • Hinweisschilder außen am Gebäude, daß dies der richtige Veranstaltungsort ist.
  • Eie gut sichtbare erste Anlaufstelle (Thresen/Infowand)
  • Agenda/Ablauf
  • Ein Grundriss des Veranstaltungszentrums mit Raumplan
  • Hinweise auf die Handhabung der genutzen Tool (Whiteboards etc.)
  • Hinweise auf Anprechpartner bei Fragen

Barcamp in Second Life

Bild: Infotafeln auf dem Barcamp

2. Anforderungen an die Architektur

Sebastian hat im März in einem Vortrag begründet, warum virtuelle Gebäude mindestens doppelt so groß sein sollten wie ihre realen Vorbilder. Deshalb sollten virtuelle Kongresszentren den Gegebenheiten einer virtuellen Welt angepasst sein. Lange enge Gänge sind zu vermeiden. Einen zentralen, großen kreisförmigen Raum mit allen Informationen und Servicepersonal stelle ich mir optimal vor. Das Veranstaltungsgebiet kann meines Eindruckes nach nicht großräumig genug sein, um eine gute Übersicht zu gewährleisten.

Der Service

Zu einer größeren Veranstaltung sollten als Service ein Testtermin oder Testgelände für Neueinsteiger angeboten werden, damit auch Second Life Neulinge in einen ungetrübten Genuß kommen können.

Auch in Second Life bedarf die virtuelle Veranstaltung der Moderation. Durch die erfolgte Integration der Sprachkonferenz ist dies sogar noch notwendiger geworden. Hier bieten Webkonferenzsysteme Vorteile gegenüber der 3D-Welt, da dort Werkzeuge zur Moderation zum Standard gehören.

Fazit

Für Veranstalter großer Kongresse und Konferenzen ist bald die Zeit gekommen, sich mit virtuellen 3D-Konferenzen auseinander zu setzen. Nochmal ein großes Kompliment an Sebastian und seinen Mut für Experimente!

Infos und Bilder zum Barcamp hier, hier und hier.

Artikel kommentieren
Freiwillige Angabe. Wird nicht angezeigt.
 
Accessible and Valid XHTML 1.0 Strict and CSS Powered by LifeType - Design by BalearWeb