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Apple iPad - Tablet PCs - Nur Technologie oder ein neuer Ansatz des Lernens und Lehrens?

Matthias Rückel | 25 März, 2010 12:45

Die Diskussion über die Bedeutung von Tablets, insbesondere des iPads, für Präsenzseminare und E-Learning hat begonnen. Nur Techologie oder neues Paradigma des Lernens und Lehrens?

Die Präsentation des iPad im Januar diesen Jahres sorge unter den Technologiefreaks für Überraschung und Enttäuschung, denn der iPad kann so wenig, daß er dort kaum als echter Computer durchgeht.

Er stellt eine neue Gerätegeneration dar, die primär als "leicht zu bedienende Medienabspielstation mit Interaktion und Internet- und Shopanbindung" bezeichnet werden kann. Damit bedient er die Bedürfnisse der 91% Internetnutzer, die sich eher konsumorientiert am Web 2.0 "beteiligen".

Ob die Tablet-Computer anderer Hersteller in eine ähnliche Richtung weisen, bleibt abzuwarten. Auf jeden Fall ist die Abgrenzung des iPad zu den bestehenden eReadern deutlich. Letztere beschränken sich auf eine optimale Darstellung von Texten ohne Multimedia.

Wie können Tablet-Computer das Präsenzseminar verändern?


Gegenüber dem klassischen PCs ist nur noch ein sehr geringer Aufwand für die Infrastruktur notwendig: keine Bildschirme, keine Mäuse, keine klobigen Kästen und keine Netzwerkkabel unterm Tisch, vielleicht nicht mal mehr Stromkabel. Jeder Schulungsraum in Hotel kann genutzt werden.W-Lan (WiFi) ist in der Regel vorhanden.

  • Natürlich ist dadurch ein direkter Zugriff auf Ressourcen und Lernmedien möglich: Lernprogramme, Tests, Übungen oder interaktive Aufgaben.
  • Gemeinsames Erarbeiten von Mindmaps, Dokumenten, Ergebnissen, Wikis über Web 2.0 Applicationen.
  • Software wie Mindmaps, Whiteboards oder let's focus können die Teilnehmer für persönliche Notizen nutzen und in einem zweiten Schritt lassen sich die Aufzeichnungen und Ergebnisse zusammenführen und verbinden.
  • Die Zusammenarbeit an gemeinsamen Dokumenten und Dateien.
  • Das Internet kann als Ressourcen genutzt werden, so können z.B. Webquests in den Klassenraum geholt werden.
  • Einzel- oder Gruppensimulationen wie InterLAB oder Projektsimulationen sind mit wenig Aufwand nutzbar.
  • Die Kommunikation mit der Außenwelt über Social Media wie Twitter oder Webinare können Bestandteil der Konzepte werden.
  • Die erarbeiteten Ergebnisse stehen sofort und unmittelbar an zentraler Stelle bereit und können auch im Anschluß an das Seminar genutzt werden.
  • ...

Neue Anwendungspotentiale werden schon Anhand dieser kurzen Aufzählung schnell sichtbar. Die Grenze zwischen Präsenzveranstaltungen und virtuellen Veranstaltungen wird wieder unschärfer, denn es wird leichter das Internet und Social Media in Seminarkonzepte einzubinden. Darüber hinaus halten sich die Investitionskosten mit 499 EUR pro iPad im Rahmen, ein Klassensatz iPads kostet nicht die Welt.

Update: Gedanken über die Auswirkungen des iPads auf die Weiterbildung hat sich auch Alexander Schaaf gemacht. Und Apple, den iPad gibt es jetzt auch im verbilligtem 10er Klassensatz zu kaufen.

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