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Webkonferenzen, Webinare und Live Online Trainings |
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Matthias Rückel | 21 Juni, 2010 13:38
Dieser Artikel ist ein Beitrag zur 14. Ausgabe des WissensWert Blog Carnivals: Wie entwickeln sich virtuelle Welten?
Da ich leider keine Kristallkugel für einen umfassenden Blick in die Zukunft besitze, muß an dieser Stelle ein geschliffener Kristall ausreichen. Der Blick beschränkt sich deshalb auf den Teilaspekte von virtuellen Welten und 3D-Umgebungen im betrieblichen E-Learning Umfeld.
Was ist die augenblickliche Ausgangslage?
Diverse E-Learning Projekte zeigen bereits, daß 3D-Lernszenarien erhebliche Vorteile gegenüber dem klassische E-Learning bergen können. Die Ausschöpfung dieses Potenzials liegt im Wesentlichen nach wie vor brach, es gibt aktuell zu viele Vorträge in Second Life, die in einem Webinar besser aufgehoben wären.

Wird sich das ändern? Und wenn ja, bis wann?
Virtuelle Welten brauchen für den Sprung in die Betriebe noch etliche Zeit. Die bestehende Technologie ist für Firmen aus Sicherheitsgründen nicht akzeptabel. Es gibt noch zuwendig erprobte und bekannte erfolgreiche Bildungsprojekte und die Bedienung der Software ist noch viel zu kompliziert. Marketing Events und virtuelle Messen sind für Betriebe in diesem Bereich eher das augenblickliche Experimentierfeld, denn Trainingszenarien.

Wenn es erkennbar gute Trainingskonzepte für 3D-Umgebungen gibt, werden Firmen ihre eigene kleine virtuelle Umgebung hinter der Firewall schaffen.
Dies wird aber nur geschehen, wenn Handling und Zugang zu einer 3D-Umgebung einfacher werden, zum Beispiel der Zugang über einen Browser erfolgen kann.
Erst in einem zweiten späteren Schritt werden sich Firmen einer offenen 3D-Welt zuwenden und den Zugang dazu erlauben.
Mein Kristall meint, daß es noch 2-4 Jahre dauern wird, bevor verstärkt mit 3D-Firmenwelten experimentiert wird. Und mindestens nochmal die gleiche Zeitspanne bis zur Öffnung zur einer umfassenden 3D-Welt.Er meint etwas lapidar, daß es auch gut 2020 werden könne.
Bis dahin ist also genug Zeit, den noch nicht für alle wahrnehmbaren Vorteil von 3D-Lernszenarien besser herauszuarbeiten, von den leidigen Folienvorträgen in Second Life Abschied zu nehmen und durch Best Practice Beispiele zu ersetzen.
Was passieren kann, wenn eine Technologie einfach zu bedienen ist, Bilder, Bedienprinzipien und Methaphern aus der realen Welt statt abstrakte technische Strukturen bietet, macht gerade das iPhone und iPad vor.
Virtuelle Welten werden sich durchsetzen, wenn Sie genau so einfach und elegant zu bedienen sind, wie es eine iWorld wäre. Dann kann es auch schneller gehen, meint mein Kristall.
Matthias Rückel
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