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Matthias Rückel

Herzlich willkommen!

Dann behalte es einfach!

Schrank

“Ich will nichts wegwerfen!”  ist eine wunderbar zu lesende Polemik von Alexandra von Knobloch. Das Lesen des Textes macht wirklich Spaß. Er richtig sich vordergründig gegen den Minimalismus kritisiert aber im Kern Heilversprechen und Absolutheitsansprüche aller Art:

“Das wahre Leben beginnt nach dem Aufräumen.“ Als ich diesen Satz jüngst in der emotion las, war ich richtig aufgebracht. Mit so einer Aussage unterstellt die Zeitschrift, Millionen Menschen hierzulande hätten kein Leben, nur weil sie nicht perfekt ordentlich sind.

Der Ordnungs- und Reduzierungswahn, den Ratgeber seit Jahren verbreiten, stört mich schon lange. Das liegt vor allem an den unrealistischen Heilsversprechen, die dem Aufräumen und Ausmisten zugeschrieben werden. Sie treiben immer absurdere Blüten.

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Kein Märchen über Emotionen und Ehrlichkeit

Zeitung und Kaffee

Heute habe ich wieder ein besonderes schönes Beispiel gut eingesetzter Rhetorik im Netz gefunden: “Das Märchen vom Hermes und den bösen Espressokapseln. Leider ist der Artikel im Netzwerk Elo veröffentlicht und ich kann ihn dort nicht direkt kommentieren. Aber da der Artikel von @hermes3s sich hervorragend eignet, Mechanismen zielgerichteter Kommunikation zu betrachten, schreibe ich hier eine Textanalyse.

Worum geht es?

Der Autor versucht in einem detailreichen Vergleichstest die bisher als schlecht eingestufte Ökobilanz von Espressokapseln zu widerlegen.  Im einem ausgesprochen detailreichen und kompetenten Vergleich (Kompliment!) zwischen Espressokapseln und Espressomaschine gehen die Kapseln als der ökologische Sieger hervor.

Zuerst werfe ich einen Blick auf die verwendeten rhetorischen Elemente, der den Vergleich sehr emotionalisieren und in einem Stimmungsbericht umwandeln.

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12 von 12 – März 2016

2016-03-3-Elefanten

#12von12

Gestern war der 12. März und mein Geburtstag. im Halbschlaf bin ich dann über den Hashtag #12von12 gestolpert und habe mich entschlossen spontan mitzumachen.   Was #12von12 für eine Aktion ist, könnt ihr hier lesen. Es hat auf jeden Fall Spaß gemacht. Mal wieder bewusst ein Bildtagebuch führen, empfand ich als entschleunigend.

Meine 12 Fotos habe ich gestern regelmässig den Tag über auch Twitter gepostet und heute hier zusammengefasst. Wie lief der 12. März?

2016-03-01-Musik

Bild 1: Morgens vor dem Aufstehen habe ich Musik gehört und schönen Erinnerungen gefrönt.

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Nicht gesucht und doch gefunden

Zeitung und Kaffee

Lesenwertes und Anregendes aus dem Internet:

  1. 13 Webseiten mit kostenfreien Bilder für den eigenen Webauftritt: Artikel
  2. 10 Gründe, warum Facebook schlecht für uns ist: Artikel
  3. Strategien für introvertierte Menschen Artikel
  4. Social Media Profilbilder und Chancen auf einen Job hängen zusammen (Artikel)

Ist Online-Shoppen eine gute Alternative für Minimalisten?

Pinwand Social Network

Ein von Minimalisten häufig diskutierter Aspekt sind Tipps, Tricks und Ansätze, die versuchen sollen, einen durch Werbung, Angebote und Aktionen künstlich ausgelösten Spontankauf zu verhindern.

Einige Minimalisten gehen deshalb nur noch selten in die Stadt, um erst gar nicht in Versuchung zu kommen. Isabell zum Beispiel verhindert unnötige Spontankäufe durch drei goldene Regeln bevor sie etwas einkauft.

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Von einem der auszog, seine Musik zeitgemäß zu hören.

CD-Cover

Ja, ich gehöre zu den Dinosauriern, die noch eine richtige Stereoanlage nutzen. Inklusive eines der jetzt wieder trendigen Plattenspieler und ganz ordentlicher Boxen.

Musik ist schon lange mein Begleiter. Als Jugendlicher hing ich fast täglich im Plattenladen rum, um das neue Album (Vinyl) meiner Lieblingsband zu hören, bis das Taschengeld für den Kauf reichte. Aus heutiger Sicht, waren das seltsame Zeiten. Musik war Mangelware. Es gab immer mehr gute Musik, als finanzielle Möglichkeiten.

Schallplattenspieler

Jetzt wieder in: Schallplatten

Die Digitalisierung der Musik, in der ersten Stufe durch den Träger “CD” und in der zweiten Stufe durch MP3 und Streaming stellten stellen mich als Musikfan vor große Herausforderungen. Die Geldsummen, die in den Trägermedien steckten, sind nicht unerheblich. Die aufgeregte Diskussion über Klangqualitäten oder nicht, kommt dazu. Umzüge und die Einrichtung des Wohnzimmer waren vom notwendigen Lagerplatz der Alben und der Anlage dominiert.

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Nicht gesucht und doch gefunden

Zeitung und Kaffee

Lesenwertes nicht gesucht und doch gefunden

Lesenswerte Sätze darüber “sein Ding zu machen”. Kostproben:

Sein Ding zu machen, kein bloßer Menschendarsteller zu sein, klingt natürlich dufte. Nach jemandem, der trotz aller Widerstände seinen Traum verfolgt.

Aber die Tatsache, dass die Rhetorik authentischer Selbstverwirklichung nicht nur Lebensratgeber und Schunkelhits füllt, sondern inzwischen auch die Buzzwords für Finanz- und Werbeindustrie liefert, darf Zweifel wecken, ob es mit dem Mach-dein-Ding-Diskurs nicht doch etwas anders liegt.

Sein Ding zu machen, ist also per se keineswegs eine Leistung.

Quelle: “Einmal Leben mit Happy End, bitte

 

Minimalismus Tipp 3: Die aufgeräumte Schublade

Leerer Schrank

Der dritte praxiserprobte Tipp ist eine logische Folge aus dem zweiten Tipp “Alles hat seinen festen Platz”.  Egal ob Schublade, Regal- oder Schrankfach , immer wenn ich etwas gesucht habe oder etwas aufbewahren wollte, fing ich an diese Fach aufzuräumen. Nur dieses eine Fach. Ein bisschen Ordnung schaffen, Dinge aussortieren oder etwas System einführen, etc..

Bei einer Schublade dauert es nur ein paar Minuten bei Bedarf etwas Ordnung zu schaffen. Dinge mit denen ich nichts anzufangen wusste, wanderten in den bereitstehenden Karton und warten dort auf ihre Wiederentdeckung oder den Abtransport in den Keller.

Der zeitliche Aufwand für ein Fach oder Schublade ist  minimal und gut in den täglichen Ablauf zu integrieren.  Das Schöne daran ist, man macht einfach nur so viel, wie es gerade passt oder wie lang einen die Unordnung nervt. Oder auch mal gar nichts.

Soooo leer wie die Schrankfächer muss es ja nicht sofort werden. Auch wenn es das Ziel der Maximalminimalisten ist. ;)

Minimalismus Tipp 2: Alles hat seinen festen Platz

Reserviert

Der zweite  erprobte Tipp stammt aus einem Buch. Leider kann ich nicht mehr nachvollziehen aus welchem. Der Tipp wirkte sehr simple und einfach, hatte es in seiner Konsequenz aber in sich:

Minimalismus Tipp 2: Alles hat seinen festen Platz, alles hat seinen festen Ort.

Wenn Sie etwas suchen, wissen Sie dann sofort, wo es zu finden ist? Oder beim Aufräumen, wo es immer aufbewahrt wird?  Wenn nicht,  dann ist der Tipp auch ein leichter Einstieg in den Minimalismus.

Fangen Sie damit an, für alles was sie gerade in die Hand nehmen, seinen zukünftigen festen Platz zu finden. Das ist bei vielen Dinge schon der Fall, aber erstaunlich viele Gegenstände vagabundieren “frei” in der Wohnung herum. Nehmen Sie sich zu Anfang nicht zu viel vor. Genauigkeiten wie “in der dritten Schublade”, “im zweiten Regalfach” reichen für den für den Anfang aus. Der feste Platz sollte dort sein, wo Sie den Gegenstand auch wirklich nutzen und benötigen.

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Minimalismus Tipp 1: Ein Karton ist aller Anfang.

Ein Karton

Im Jahr 2015 haben wir unsere Wohnung kontinuierlich ausgemistet. Es gab dabei auch ein paar echte Ausräumaktionen (Bücherregal, Kleiderschrank und Küche). Das Entscheidende ist es aber einen kontinuierlichen Abfluss an Dingen zu organisieren. Ein zentraler Erfolgsfaktor war dabei der “eine Karton”.

In den zahlreichen “Ausmistbüchern” finden sich viele gute Hinweise. Verschiedene Kartons aufstellen und dort die Dinge, die nicht mehr benötigt werden jeweils hinein sortieren. Beliebte Kategorien sind dabei:

  1. “Für Flohmarkt und verkaufen”
  2. “Müll und entsorgen”,
  3. “Noch Unentschieden”
  4. “Verschenken” oder
  5. “Spenden”.

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