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Webkonferenzen, Webinare und Live Online Trainings

Lionco: Das deutschsprachige Blog über Webkonferenzen, virtuelle Klassenräume und Web-Videokonferenzen.

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Webkonferenzen und Veranstaltungen in Second Life: Unterschiede

Matthias Rückel | 25 Februar, 2008 12:34

Besuch der Projektgruppe Game Based eVideo.

Bild: Screenshot einer Webkonferenz (Experteninterviews)

Im letzten Herbst ergab sich für mich die günstige Möglichkeit inhaltlich ähnliche Vorträge im Internet, in Second Life und vor Ort halten und vergleichen zu können.

Im Januar hatte ich das Privileg mit den Teilnehmern des Games Based eVideo Projektes zuerst eine Webkonferenz durchzuführen und eine Woche später eine Veranstaltung in Second Life. Hier mein Beitrag zu aktuellen Diskussion "Webkonferenz versus Besprechungen in Second Life".

Besuch der Projektgruppe Game Based eVideo.

Bild: Die Teilnehmer treffen im Büro ein.

Besuch der Projektgruppe Game Based eVideo.

Bild: Experimentieren mit einer Zuordnungsaufgabe (Verschieben von Objekten auf einer Zielscheibe)

Ablauf der beiden Besprechungen

  • Die Webkonferenz war eine Mischung aus Experteninterview und Podiumsdiskussion. Die Moderatorin stellte Fragen, die die Teilnehmer per Chat ergänzten und kommentierten.
  • In Second Life wurden Trainerwerkzeuge zur Wissenvermittlung vorgestellt, ausprobiert und Erfahrungen mit Training in 3D-Umgebungen diskutiert.
  • Bei beiden Veranstaltungen standen ein Textchat und eine Audiokonferenz zur Verfügung.

Beobachtungen und Erfahrungen

  1. Die Webkonferenz war technisch einfacher und problemloser durchzuführen. Second Life und der Voice Client sind spürbar instabiler.
  2. Die Teilnehmer zeigten in Second Life eine höhere Aktivität und größere Eigeninitiave.
  3. Die Freiheit der Avatare führt zu einem stärkeren individuellen Engegagement, aber auch zu mehr Ablenkung innerhalb des Szenarios.
  4. Eine bessere soziale Vernetzung während des und nach dem Meeting bietet Second Life. Die Funktionen "Teilnehmerprofile", "Kontaktliste (Freunde)", "Verteiler (Gruppen)" wurden in Second Life rege genutzt. Eine Möglichkeit die Webkonferenzsysteme nicht bieten und primär für die Teilnehmer interessant ist.
  5. Es gab in Second Life deutlich mehr Kommunikation unter den Teilnehmern untereinander
  6. Aufgrund der Freiheit der Avatare ist es in Second Life schwerer eine Strukur einzuhalten, es existiert ein geringeres Sicherheits- und Kontrollgefühl.
  7. Die Eigenverantwortung der Teilnehmer für eine erfolgreiche Veranstaltung ist stärker gefordert.
  8. Durch den Wechsel von Räumlichkeiten "Wir gehen jetzt mal rüber ..." können Veranstaltungen in Second Life abwechslungsreicher gestaltet werden. Die Steuerung des Fokus ist durch die virtuelle 3D-Umgebung einfacher. Siehe auch der Erfahrungsbericht des 3D-Barcamps.
  9. In Second Life hatten die Teilnehmer mehr Spaß und flogen zu mehreren auf einer Kiste durch die Gegend.

Besuch der Projektgruppe Game Based eVideo.

Bild: Gruppenflug "Hallo Houston, wir haben ein Problem."

Comment Icon Türsteher gibt es [antworten]

Dia Diqui | 06/03/2008, 13:02

Hallo Dorka,
danke für Deinen ausführlichen Kommentar. Ich denke auch eine Struktur "Üben- Inhalt-Übern Inhalt..." wie im virtuellen Klassenraum ist nicht der richtige Ansatz für SL.

Es gibt gute "Verteitigungs-tools" von MystiTool. Damit kann man Störer in den Orbit schließen.

Als Landbesitzer kann man auch den Zugang direkt verhindern.

Comment Icon Die Verantwortung des Dozenten [antworten]

Dorka Nemeth | 03/03/2008, 07:37

Hallo, ich möchte auch mal meine Meinung schreiben, obwohl ich an der Veranstaltung nicht teilgenommen habe.

Ich denke, dass die Tatsache, ob die Teilnehmer in der Veranstaltung im SL spielen oder nicht, und wenn sie aktiv mitarbeiten, dann wie - ist die Verantwortung des Trainers/Dozenten. Genauso, wie zum Beispiel in der richtigen Schule. Wenn der Lehrer sich in einem echten Klassenzimmer nicht behauptet, dann fliegen da auch Papierbälle oder Bücher herum. (naja, gut, die Schüler erstmal noch nicht.. ;) Auf jeden Fall braucht man im SL eine ganz andere didaktische Sichtweise, als in einem "traditionellen" virtuellen Klassenzimmer. Ich muss meine Stunden auch ganz umdenken, wenn ich im SL unterrichte.

Mit der Technik im SL bin ich noch nicht so eng vertraut, aber kann man Avatare, die sich nicht an die "Spielregel" halten, nicht von der Fläche "wegzaubern"? (ich meine, aus dem "Klassenraum rausschmeißen"?)

Comment Icon Neues Spielzeug [antworten]

Matthias Rückel | 26/02/2008, 14:49

Hallo Alex,

Danke für Deine Rückmeldung. Ich denke, der relativ hohe Ablenkungsfaktor hängt mit dem hohem Neuigkeitswert des Mediums Second Life zusammen. In Webkonferenzsystemen spielen die Leute zu Beginn auch erst mal rum. Dort gibt es aber weniger zu spielen. ;-)

Ich bin gespannt, wie sich das Verhalten der Teilnehmer mittelfristig entwickelt.

Comment Icon Ich war dabei... [antworten]

AlexK | 26/02/2008, 14:23

Hallo Matthias,

also ich war der Teilnehmer "Rudolf Runningbear" aus dem Game based eVideo-Projekt und saß teilweise auch auch auf diesen Sitzmöglichkeiten (siehe letzter Screenshot)

Ich stimme dir zu, wenn du sagst, dass man durch SL schnell (aber auch gerne) abgelenkt ist. Man fühlte sich aber wie eine kleines Kind, das gepackt vor lauter Neugierde die Welt erkunden wollte. SL ist eine Gratwanderung im eLearning-Bereich muss ich für mich festhalten.

Grüße, Alex

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